Einfriedungen aus Aluminium – Eigenschaften, Vorteile und Pflegetipps

Aluminium hat sich in den letzten Jahren als Material für Grundstückseinfriedungen fest etabliert. Es überzeugt durch sein geringes Gewicht, seine Widerstandsfähigkeit gegen Rost und die vergleichsweise einfache Pflege. Bei FERDECO beschäftigen wir uns seit 2011 mit Zaunsystemen aus unterschiedlichen Materialien und kennen die Stärken und Grenzen von Aluminium aus der täglichen Praxis. Wer eine Einfriedung plant, findet hier eine sachliche Einordnung der Materialeigenschaften, einen Vergleich zu Stahl und Holz sowie konkrete Pflegehinweise für die einzelnen Jahreszeiten.

Was macht Aluminium als Einfriedungsmaterial aus?

Aluminium unterscheidet sich chemisch grundlegend von Stahl. An der Oberfläche bildet sich innerhalb kurzer Zeit eine dünne Oxidschicht, die das darunterliegende Metall vor weiterer Korrosion schützt. Diese Schicht entsteht von selbst und erneuert sich bei kleineren Beschädigungen der Oberfläche. Ein unbehandeltes Aluminiumbauteil rostet deshalb nicht, selbst wenn es über Jahre Regen, Schnee und Feuchtigkeit ausgesetzt ist.

Ein zweites Merkmal ist das geringe Gewicht. Aluminium wiegt etwa ein Drittel dessen, was Stahl bei gleichem Volumen auf die Waage bringt. Für Zaunfelder bedeutet das weniger Belastung für Pfosten und Fundament, einen leichteren Transport und eine schnellere Montage vor Ort. Die nötige Stabilität erreichen die Profile trotzdem, weil sie im Strangpressverfahren gefertigt werden. Dabei entstehen Querschnittsformen, die auch bei geringer Wandstärke eine hohe Formsteifigkeit besitzen.

Aluminium im Vergleich zu Stahl und Holz

Stahl bietet hohe Festigkeit, benötigt aber eine intakte Verzinkung und Beschichtung, um dauerhaft rostfrei zu bleiben. Wird die Oberfläche beschädigt, etwa durch einen Steinschlag oder eine tiefe Schramme, kann an dieser Stelle Korrosion entstehen. Bei Aluminium fällt dieses Risiko deutlich geringer aus, weil das Material selbst korrosionsbeständig ist und nicht erst durch eine Beschichtung geschützt werden muss.

Holz verhält sich in dieser Hinsicht am gegensätzlichsten. Es muss regelmäßig gestrichen, lasiert oder imprägniert werden, damit Feuchtigkeit nicht eindringt und Fäulnis oder Schädlingsbefall verhindert wird. Ohne diese wiederkehrende Pflege verliert Holz innerhalb weniger Jahre an Stabilität und Optik. Aluminium benötigt diesen Pflegeaufwand nicht. Über die gesamte Nutzungsdauer gerechnet liegen die Folgekosten deshalb niedriger, auch wenn der Anschaffungspreis von Aluminiumzäunen über dem von einfachen Holzzäunen liegt.

Pulverbeschichtung und Langlebigkeit der Oberfläche

Auch wenn Aluminium von Natur aus korrosionsbeständig ist, wird die Oberfläche bei Einfriedungen meist zusätzlich pulverbeschichtet. Dabei wird Pulverlack elektrostatisch aufgetragen und anschließend bei hohen Temperaturen eingebrannt. Es entsteht eine gleichmäßige, fest haftende Schicht, die in nahezu jedem RAL-Farbton verfügbar ist und sich damit an Fassade, Fenster oder Gartengestaltung anpassen lässt.

Die Pulverbeschichtung erfüllt neben der optischen Funktion auch eine schützende Aufgabe. Sie reduziert die UV-Einstrahlung auf das Metall und verringert die Gefahr von Kratzern und mechanischen Beschädigungen. Eine fachgerecht aufgetragene Pulverbeschichtung hält je nach Witterungsbedingungen und Standort viele Jahre, ohne dass Risse oder Abplatzungen auftreten. Für Grundstücke in Küstennähe oder Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit ist diese zusätzliche Schutzschicht besonders sinnvoll, da Salz und Feuchtigkeit die Materialbelastung zusätzlich erhöhen.

Pflege im Jahreslauf: Reinigung und kleine Reparaturen

Aluminiumzäune benötigen im Vergleich zu anderen Materialien wenig Pflege, ganz ohne Aufmerksamkeit kommen sie aber nicht aus. Im Frühjahr und Herbst lohnt sich eine gründliche Reinigung mit klarem Wasser und einem milden, nicht scheuernden Reinigungsmittel. Dabei lassen sich Staub, Pollen und Straßenschmutz entfernen, bevor sie sich fest absetzen. Auf aggressive Reiniger oder scharfe Bürsten sollte verzichtet werden, da diese die Pulverbeschichtung angreifen können.

Nach starken Stürmen oder im Winter empfiehlt sich ein kurzer Kontrollgang. Schrauben, Scharniere und Verbindungselemente sollten auf festen Sitz geprüft werden, besonders bei Toren mit beweglichen Teilen. Kleine Kratzer in der Beschichtung lassen sich mit einem passenden Lackstift im RAL-Ton der Beschichtung ausbessern, bevor Feuchtigkeit an die freiliegende Stelle gelangt. Größere Beschädigungen sollten zeitnah fachmännisch nachbehandelt werden, um die Schutzwirkung der Beschichtung dauerhaft zu erhalten.

Typische Einsatzbereiche für Aluminiumzäune

Aluminiumzäune kommen in sehr unterschiedlichen Umgebungen zum Einsatz. Im privaten Bereich dienen sie als Grundstücksbegrenzung, Sichtschutz zur Terrasse oder als Einfassung für Vorgärten. Die geringe Wandstärke der Profile wirkt dabei filigran, ohne dass die Konstruktion an Stabilität verliert.

Auch im gewerblichen Umfeld sind Aluminiumeinfriedungen verbreitet, etwa bei Firmengeländen, Gewerbeparks oder öffentlichen Einrichtungen. Hier zählen neben der Optik vor allem die geringen Wartungskosten über lange Nutzungszeiträume. In Regionen mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, etwa in Küstennähe, spielt zusätzlich die Feuchtigkeitsbeständigkeit des Materials eine Rolle. Während Stahl in solcher Umgebung besonders sorgfältig beschichtet und regelmäßig kontrolliert werden muss, zeigt Aluminium unter denselben Bedingungen deutlich weniger Verschleißerscheinungen.

Nachhaltigkeit von Aluminium als Baumaterial

Aluminium lässt sich nahezu verlustfrei recyceln, ohne dass sich die Materialeigenschaften dabei verschlechtern. Der Energieaufwand beim Einschmelzen von Aluminiumschrott liegt deutlich unter dem der Primärproduktion aus Bauxit. Deshalb ist ein hoher Rezyklatanteil in modernen Aluminiumprofilen üblich. Für Bauherren, die auf einen geringeren ökologischen Fußabdruck achten, ist das ein Argument, das bei der Materialwahl mitberücksichtigt werden kann.

Auch die lange Nutzungsdauer trägt zur Ressourcenschonung bei. Ein Zaun, der über Jahrzehnte ohne Austausch von Bauteilen genutzt werden kann, verursacht über seine gesamte Lebenszeit weniger Materialverbrauch als eine Konstruktion, die alle paar Jahre teilweise erneuert werden muss.

Aluminiumzäune bei FERDECO

Aluminium bietet als Zaunmaterial ein Zusammenspiel aus geringem Gewicht, natürlicher Korrosionsbeständigkeit und überschaubarem Pflegeaufwand. Diese Eigenschaften machen es zu einer soliden Option für alle, die eine langlebige Einfriedung mit wenig Wartungsaufwand suchen.

FERDECO fertigt Aluminiumzäune aus Polen in unterschiedlichen Profilvarianten und pulverbeschichtet sie auf Wunsch in jedem gängigen RAL-Farbton. Wer sich für diese Zaunart interessiert, findet auf unserer Produktseite zu Aluminiumzäunen weitere Informationen zu Ausführungen und Montagemöglichkeiten.